Kienwerder, deine geschützten Biotope!

Wat is een Dampfmaschin??? Das ist leichter zu erklären als den Begriff eines gesetzlich geschützten Biotops. Man kann es gern genau nachlesen im §30 des Bundesnaturschutzgesetztes. Das Land Brandenburg hat ebenfalls einen wunderbaren Flyer dazu heraus gegeben. Besonders wertvoll ist darin der Hinweis, was wir tun sollten, um diese Lebensräume möglichst ungestört zu erhalten.

„Die langfristige Erhaltung der für Brandenburg so typischen Biotope ist ein auf Generationen angelegtes Ziel. Es kann nur erreicht werden, wenn sich Behördenvertreter, Verbände und möglichst viele Bürgerinnen und Bürger dieses Ziel zu eigenmachen“ so heißt es dort abschließend.

Sie werden sich jetzt vielleicht fragen, warum ich mir darüber Gedanken mache? Weil ich direkt an einem Biotop in Kienwerder wohne. Und wir haben noch ein weiteres und kaum einer weiß es. Das eine ist das „Faule Fenn“ zwischen der Straße „Am Kiebitzfenn“ und der Straße „Am Birkenhügel“. Das andere liegt zwischen der Waltraudstraße und der Straße „Am Wiesengrund“. Beides sind registrierte Biotope und so auch im Flächennutzugsplan der Gemeinde eingezeichnet.

Wozu dienen sie? Es sind Rückzugsorte unserer heimischen Flora und Fauna. Vor allem für Insekten sind die alten Holzstämme ein Paradies. Im Holunder tummeln sich im Frühjahr die verschiedensten Wildbienen und Wespen, auch Hornissen. Wer sich Zeit nimmt, kann die Vogelwelt beobachten. Zum Beispiel die Sumpfmeise, den Schwarz- und den Grünspecht!

Man kann aber auch Bürger beobachten, die mit ihrer Schubkarre das Laub aus 2 Straßen weiter zu Nachbars fahren, weil die „ein Türchen nach hinten raus“ haben und meinen, ihr Zeug so praktisch und billig zu entsorgen. Weit gefehlt, die Natur kann nur so viel ihres eigenen Biomaterials verarbeiten, wie sie auch produziert. Je mehr ortsfremder Abfall in das Biotop hinein geschüttet wird, desto mehr Schädlinge werden auch angelockt. Und auch die Wildschweine sind beglückt von den Würmern untern den Laubbergen und dem Apfelabfällen. Muss man dort eigentlich zünslerverseuchten Buchsbaum entsorgen???

Was können w i r denn tun, um unsere Biotope zu schützen? Gar nichts!!!! Weder Gartenabfälle noch private Komposthaufen oder Bausand gehören da hinein. Es muss nicht aufgeräumt werden und es sollte auch keine private Grundstückserweiterung werden.

Nein, die Natur soll so bleiben, wie sie ist und sich möglichst unberührt weiter entwickeln. Eigentlich ganz einfach, oder? Wer schüttet denn schon den Inhalt seines Staubsaugerbeutels dem Nachbarn ins Wohnzimmer? Wer das nicht tut, wird auch die Natur vor seiner Haustür achten!

Im Übrigen warten wir schon seit Dezember 2019 darauf, dass die Anlieger dieser geschützten Bereiche von der Gemeinde angeschrieben werden, um sie darüber zu informieren, was sie für einen Schatz vor ihrer Türe haben. Zugesagt wurde das der AG Gestaltung mehrfach, aber…. Es ist halt wie im Märchen, wo es heißt “und wenn sie nicht gestorben sind, dann schlafen sie noch immer.“

Beste Grüße an alle, die unser Kienwerder lieben und es wohn- und lebenswert erhalten wollen!

Ihre Regina Schwarz

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